Anzugsordnung Bundeswehr

Kleiderordnung der Bundeswehr

der Bundeswehr"). ETIKETTE: Gefühl, etwas zu spüren "Die Zeit war um, der Brigadetipp unterhielt sich im Casino - an einem Frühjahrsabend dieses Jahr in der Schwaneweder Garnison der Bundeswehr. Die ganze Preußenarmee stürzt mit dem Halsband. "Als sich die Soldaten der Bundeswehr bei einer Zuginspektion im Revier in diesem Jahr beschwerten, dass sie ihre lässigen Kleider ausgezogen und ihre Fesseln gelockert hätten, erwiderte ein Rekrut: "Ich öffne meinen Trikotkragen immer bei 25°C.

"Alles hat sich in der Army verändert. Doch: Das Große Tattoo wird in der Bundeswehr von 1967 wie in der Königlichen Preussischen Armee von 1838 gefeiert -- "feierlicher Beweis der Ernsthaftigkeit, mit der der Militär seine Aufgabe zu erledigen hat" (so 1957 Franz-Josef Strauß, damals Bundesminister der Verteidigung).

In kaiserlicher Zeit wurde es nur von Generälen benutzt, die Bundeswehr hat es über alle Offiziere gehängt - und die Bundeswehr hat es den Feldweberinnen vermacht, die in einer ehrenamtlichen Kompanie Zugdienst leisten. Nichts, so wie es aussieht, hat sich in der Army verändert. Die Bundeswehr, wie Kiesingers Weltkind, in der Mitte.

Halboffen für die schlichten Forderungen einer hochtechnischen Streitmacht, halboffen für die lange hohle Symbolkraft großer Zeiten. Die Bundeswehr versucht trotz der zwei verlorenen Kriege, nach denen die Deutsche ihre jüngere Geschichte nicht verstehen konnten oder wollten, alte Traditionen wieder aufleben zu lassen. Es gibt nichts, was diesen Konflikt der Bundeswehr klarer macht als ihre Umgangsformen - von Militärzeremonien (Grand Flag Parade, Eid auf die Flagge, "Present the Rifle!") über Kleidungsvorschriften bis hin zu Manieren und Jargon.

Was Friedrich Schiller dem zweiten hölzernen Jägermund über die Herrscher in "Wallensteins Lager" in den Sinn brachte, war bis 1945 gültig: "Sie würden alles andere tun und vergewaltigen, sie führten die Krieger auf ihren Fingern. "Im antiken Preussen war die Army der "erste Staat" des Landes, und das Publikum glaubt an den Text des Popsongs: "Der Soldat, der Soldat, ist der hübscheste Mann im ganzen Land.

Doch heute, da die Army ihrer besonderen Stellung enthoben ist, sollten sich die Uniformen "irgendwie wohl fühlen", wie Oberstleutnant Wolf Graf Baudissin sagt. Er soll ein uniformierter Zivilist sein - aber ein "Bürger in uniformierter sui generis", wie Franz-Josef Strauss es ausdrückte: "Natürlich ist es mühsam, sie in einer um fünf Uhr schließenden Streitmacht herauszuholen.

Das Heer ist für die heutigen Militärs nicht mehr "Barras" oder "Kompromisse", sondern "der Bund" - und "der Vertrag ist Betrug". Das verschlucken die Bundeswehrsoldaten nicht.... wenn es heute passiert. Pünktlich war eine Klage angebracht (und erfolgreich), als in der Bundeswehr Garnison Hamburg ein Unteroffizier immer einen Anwärter "Du Arschloch" nannte und den schönen Gegensatz zu früher erklärte: "Ich sage'Du' und nicht'Du Arschloch', weil wir die inneren Richtlinien haben.

"Mit diesem Zauberwort wollte sich die Bundeswehr Zutritt zum würdigen Soldatenleben verschaffen. Nachdem die erniedrigten und entmilitarisierten Germanen in den frühen 1950er Jahren mit der Idee der Aufrüstung bekannt gemacht wurden, tauchte die Vorstellung einer Streitmacht auf, für die es nirgends auf der Erde - und schon gar nicht in Deutschland - ein Beispiel gab.

Ein Heer ohne Pfadfinder und Grenzen, ohne Flaggen und Förster, ohne Eitelkeit und Trompete. Die Chefkonstrukteure der neuen Bundeswehr, der christl. Gewerkschafter Theodor Blank, forderten die Aufhebung der "peinlichen Scheidung zwischen ziviler und militärischer Gewalt". Von da an galt der militärische Beruf als einer unter anderen, die Kleidung nicht mehr als "Ehrenkleidung der Nation", sondern als "Arbeitsanzug" - wie bei Postboten und Boten.

Ende 1954 stellten sich die ersten Schaufensterpuppen der Bundeswehr im Bonnischen Bundeshaus vor. Wie bei der Hemdbluse hatte die lange Hosen die gleiche graue Färbung für Armee und Flieger. Doch gerade das Beispiel der Bundeswehruniform zeigte, dass die Schöpfer der Bundeswehr ihre Planungen ohne Rücksicht auf die virulente militärische Reinigungssucht und die Macht des sozialen Wiederaufbaus in Westdeutschland gemacht hatten.

Es kam alles zurück: Kordeln und Zöpfe und Farbflecken -- "Rücksicht auf das kindliche Wesen im Mann, ohne den eine Armee", wie der Schriftsteller Wolf Schneider in seinem "Buch des Soldaten" sagt, "kann wohl nicht für sich selbst glücklich sein". Die neue Army wollte schnell fröhlich werden. Silberschnürsenkel um die Offizierskragen und Epauletten, Altgold um die Unteroffizierskragen.

Beamte und ein grösseres, halbrundes Eichenblatt für Personal. Neue Kappe geschnitten - oval, schmaler, hoch - für alle Militärs und Luftstreitkräfte. Schussfäden an den Schulterstücken der NCOs in der Armee und der Air Force. Drei -- zusätzlich -- Manschettenstreifen für drei Luftwaffenstaffeln: "Richthofen", "Boelke" und "Immelmann". Sozialanzug aus hellgrauem Stoff - im Gegensatz zur Dunkelhose - mit zwei eingearbeiteten schrägen Taschen für alle Profisoldaten, zusätzlich für Beamte (wenn zivile Fracks gewünscht) die Sicherheitsschnur.

Weiße Sommerröcke für alle Beamten und Unteroffiziere, in der Armee und den Luftstreitkräften nur zum Service, in der Navy nur zum Abendessen in der Messehalle. Silberschmuck auf dem Mützenschild, bis dahin in Goldfarbe für die Generäle und die Kriegsmarine, für alle Officers in Armee und Flieger. Mehrfarbige Abzeichen, in Israel gefertigt, auf dem Rock aller Armeesoldaten - von Teilung zu Teilung unterschiedliche Wappen mit Wappen und Symbolen der Bundesstaaten, in denen die Teilung ihren Sitz hat.

Weshalb sich im nuklearen Zeitalter ein Soldat reinigt, ist ein Rätsel. Die Standard-Argumentation, mit der die Bundeswehr-Offiziere diese Schmuck-Eskalation der Nachkriegszeit erklären wollen, lautet: "Das ist ganz klar ein Teil davon. Kein Geringerer als der sozialdemokratische Carlo Schmid hat angesichts der ersten Bundeswehruniform festgestellt: "Das ist für mich allzu traurig, die Mädels wollen etwas davon haben.

Niemals in der deutschsprachigen Vergangenheit war die Kleidung so wenig interessant für das Publikum wie heute. Man vermutet, dass jungen Bürgern in Uniformen das nötige Kleingeld für ein spannendes Zivilleben fehlt. Schlampig in den Uniformen kann er sowieso nicht sein. Immerhin 72% aller Bürger Deutschlands sind wie Demoskopien - die Ansicht, dass Zivilisten einen Mann besser anziehen als Uniformen.

Zumal die meisten Rekruten der Meinung sind, dass selbst 50 % der Beamten im Militärischen Bezirkskommando III (Düsseldorf) zu Anfang und am Ende ihres Einsatzes im Amt ihre Kleider, teilweise auch ihre Hemden, ausziehen. Lieutenant Colonel Werner Heuermann, Benimm-Papst im Bundeswehrstab: "Wer sich immer weigert, die Dienstuniform zu tragen, steht unter dem Argwohn, dass er die nötige Diskretion anstrebt und sich der mit der Dienstuniform verbundenen Pflicht entziehen will.

"Brigaden- oder Bataillonskommandeure erzwingen manchmal diese obligatorische Einstellung, die Heuermann mit der Einheit verbindet. Zum Beispiel, wenn ein Aufstand in Kneipen stattgefunden hat, bestellen sie - aus "erzieherischen Gründen" - nur in Zivil für acht oder vierzehn Tage auszusteigen. Den Uniformen mehr Zaubermacht als Mittel der Disziplin zu geben, mag ein anderer Anlass für Profisoldaten und besonders für Beamte sein, die Tunika mehr und mehr zu schmücken.

Aber als die Schusskraft des Maschinengewehres das Schlachtfeld zu dominieren drohte, verwandelte sich der Sinn der Ausrüstung in das Gegenteil: Nun musste sie den Soldat getarnt werden. Als er 1940 in den Besitz von Königsmarschall überging, gestaltete er selbst ein einmaliges Uniformstück für seine Spitzenstellung in der Mitte des Krieges: mit einer goldenen Kappenbordüre.

Damit war Göring ein im wahrsten Sinne des Wortes glänzendes Beispiel für eine weitere Aufgabe, die die Dienstuniform zu jeder Zeit hatte: den Abstand zwischen oben und unten zu veranschaulichen - wenn auch nur durch einen Schultergurt, wie ihn die deutsche Armee seit 1929 getragen hatte. Im polnischen Feldzug kamen etliche Polizisten ums Leben und Hitler wurde deshalb der Gürtel abgenommen.

Die schirmfreie Schlacke des Ersten Weltkrieges, auch "Zero Cap" oder "Zero Cap" oder "Zero Cap" genannt, war ein Symbol für die kaiserlichen Gemeindesoldaten. Ebenso können unterbewusste Wünsche nach Gleichheit dazu führen, dass die neue deutsche Kriegsmarine wie Schiffer und Officers "Unterwäsche vorne" trägt, also eine Weste mit Krawatte und Halsband - im Unterschied zur "Unterwäsche hinten", wie die Marinekleidung mit einem großen Halsband im Rücken ("Kieler Jungenanzug") hei?

Die Bundeswehr wirft heute zwischen neuem Sachverstand und alter Pracht, die sich mit den vergangenen Kreuzträgern keinesfalls zurückzieht: Panzer- und Granatenleutnants forcieren nach der Schongau Airborne School auch einen Fallschirmsprungkurs, bei dem Fallschirmspringerabzeichen in den Farben Rot, Blau, Silber bzw. Rot (für fünf, 20 oder 50 Sprünge) erworben werden können - nicht nur Leistungsnachweise, sondern Auftragsersatzprodukte.

Auf der einen Seite machen sich Beamte mit simplen Fallschirmspringern zusammen, um das selbe Schmuckstück zu erlernen. Auf der einen Seite sind die Beamten mit dem sportlich simplen Mantel einverstanden, den sie auch über den Armen haben dürfen (was in der großen Geschichte der Bundeswehr unvorstellbar war). In Bonn sammeln sich nach Auslandsaufenthalten die Meldungen der Marineattachés, Schiffsbotschafter und Verbraucher, dass die Wirte sich von den Germanen wieder "unterbewertet" fühlten: > In San Francisco marschieren US-Marines mit Säbeln und Paradeuniformen zurück in die Baracken, um sich der Mannschaft des Schulschiffes "Deutschland" anzugleichen, die in einem simplen Service-Kostüm angekommen war, um Kränze zu legen.

Dem französischen Zerstörerkommandanten, Vizeadmiral Pondet, wurde in Brüssel mitgeteilt, dass die deutsche Zerstöreroffiziere auch in einem schlichten Kostüm zu einem Gala-Fest der NATO-Kameraden auftraten. Wenigstens stellt das Bonnische Gardebataillon das Geschütz noch vor; > unter dem Glockenbaum werden wieder traditionelle Märsche ertönen, die auch das Bundeswehrmusikkorps voranbringen werden;

Das Doppelamt des Grenzschutzes im Bundeskanzleramt Schaumburg stellt sich jedem Abgeordneten vor. Bundeskanzler Konrad Adenauer, der zum Rücktritt aufgefordert wurde, wurde von der Bundeswehr mit einer monströsen Parade verabschiedet. Lediglich der Soldat hatte das Recht auf das Große Tattoo und die "militärische Eskorte" ins Totenreich. Heute werden sie mit Pfarrern und Abgeordneten geteilt, "deren Dienste für die Bundeswehr oder die Bundeswehr militärisch anerkannt werden"; sie sind unter der Bundesdienstfahne begraben.

Es kommt also vor, dass sich ein Soldat, der gegen Nötigung ist, beim Reinigen des Fahrzeugs unter das Fahrzeug legt, aber seine rechte Seite zuvor seitlich unter das Fahrzeug schnallt, so dass der Offizier in der Garnison Wetzlar Gründe zu der Annahme hat, dass er kleine Schrauben angezogen hat. Eine Rekrutenbahn praktizierte - wie es im Heft des Generalbrigadegenerals Heinz Karst "Das Bild des Soldaten" heißt - das Verfahren im feindlichen Feuer.

"Auch für die Bundeswehr gilt, was der Strassburger Hochschulprofessor Paul Horn 1905 über "Die Sprache der Soldaten" schrieb: "Es ist kennzeichnend für die Kriegerklasse, dass er eine starke Art der Selbstdarstellung hat. "Der Staatsmann lachen auch nicht, er schmunzelt oder feiert, so seine Oberen. Der " Style " Primer der Bundeswehrleitung mahnt vor " unhöflichem Klang und frecher Sprache " und unterscheidet gleichzeitig zwischen "groben" und "gewöhnlichen" Sprüchen.

In der Bundeswehr wird heute als garantiert angesehen, dass der Korporal des Dienstes in einer Panzergrenadiertruppe mit den Wörtern "Hier ist Soldat Söhnbaum" am Telefon meldete; und dass ein Soldat den sich fröhlich hingebenden Offizier wissen ließ: "Wenn du mir sagst, was du sagst, entscheide ich. Die Beamten haben es nicht leicht in einer Army, wo es keine Offiziersjungen mehr gibt:

Heutzutage sind die alten Beamten der guten Sorte verblüfft, dass ein Leutnant vor einem Jahr in einer Manövervilla mit Hausschuhen zum Abendessen erschienen ist und dass einige Leutnante, Kapitäne und Majors ihren rechten Hand unter dem Mittagstisch im Casino aufhängen. Die jungen Beamten des Jagdbombergeschwaders 34 in Memmingen sind heute empört über diese "lächerliche, veraltete Konvention", für die ein Genosse seine Freundinnen nicht ins Casino bringen durfte, während der Kommandant des Panzerbataillons 6 in Éutin die "ständige" Lieutenantin, die seiner Ehefrau bekannt war, zu einem Casinoball einlud.

"Er korrespondiert nicht mehr mit unserer Zeit und wäre daher zum Verhängnis geworden, keine eigenen sozialen Verhaltensweisen für Soldatinnen und Soldaten aufbauen zu wollen", verbreitet die "Stilfibel" der Bundeswehr, die sich mit Daumenregeln für bürgerliche Sitten à la Pappritz zufrieden gibt. Dieselben Verhaltensweisen werden auch in der Abhandlung "Höflichkeit heute" empfohlen, die vom Kölner "Fachausschuß für Umgangsformen" und dem Allgemeinen Deutscher Tanzlehrer-Verband veröffentlicht wird.

Kein Wunder also, dass auch die Bundeswehr Tanzunterricht nahm, bevor sie sich dem Offizierskorps anschloss. Die Offiziersunterkunft - nach dem Handbuch der Bundeswehr "Ort der Fürsorge für Genossenschaft und Erholung nach dem Dienst" - steht den Offizierinnen aller westdeutschen Besatzungen offen. Kmitta's Ehefrau benutzt es jeden ersten Dienstage des Monats für einen Cocktail-Empfang für die Offiziersfrauen.

Ältere und junge Beamte reden einstimmig von der "barmherzigen Frau". General Brigadier Heinz Karst bezeichnete die Ansprache in seinem "Bild des Soldaten" als "Anachronismus", räumte aber ein: "Auf der einen Seite die Bekämpfung des Formalen, auf der anderen die heimliche Sehnsucht nach dem Formbilden. Die beiden schwierigen Besonderheiten der Ehefrau des Beamten und der nicht bindende Aufruf an den Herrn im Beamten ("Du machst das nicht!") sollen endlich dazu beitragen, Scheidungen zu verhindern.

Die Bundeswehr hat solche Standards, auch wenn ein Verfälscher aus der Pfanne in den Himmel kommt: Soldatinnen und Soldatinnen müssen sich ohne Sonnenschirm dem heftigsten Wurf ausliefern - es sei denn, sie dienen einer Frau als Begleiterin, auch diese wunderschöne Gebärde war der damals befehlshabende Oberbefehlshaber des Dritten Corps in Koblenz, Oberstleutnant Heinrich Gaedcke, der 1961 seine Soldatinnen mit selbst verfassten Knien herausfordern wollte: "Mit Sonnenschirm?

Flottille Admiral Collmann hat absolut nichts dagegen: "Wer das beleidigt, ist der Meinung, dass die Kleidung ein Ende hat. Den Inspektoren heißer verlangsamter Intimität auf der Strasse raten die Bonnischen Verhaltensstrategen zu Großzügigkeit: Der Soldatarm um die Hüfte der Geliebten ("aber nicht viel tiefer") und die Umarmung, wie sie heute für heiße junge Leute gebräuchlich sind, sind durchaus zu akzeptieren.

Zumal es keine generelle Begrüßungspflicht unter den Waffentragenden mehr gibt, die den Soldat in Wehrmachtszeiten noch dazu gezwungen hat, aus Zärtlichkeit mit einer Frau am Kaffeehaustisch zu frieren, wenn sich eine höherrangige Person näherte; ganz zu Schweigen von der Pflicht des Begrüßungsautomaten, die auch vor jedem höherrangigen auf der anderen Seite der Straße das Begrüßen vorgab.

Der ehemalige Chef der Inneren Führung, Brigadegeneral Wolfgang Köstlin, geboren 1914, setzte sich ebenfalls dafür ein, das "Gemeinschaftsgefühl" in der Bundeswehr zu stärken. Für alle das gleiche Futter in ein und demselben Restaurant - diese aufsehenerregende Neuheit in der militärischen Geschichte, zu der die Bundeswehr zum Beispiel in ihrem Stammhaus auf der Harthöhe in Bonn kam, ist für Marine-Offizier Helmut Dau unbegreiflich.

Die Kapitänin der Fregatte, die ein geräumiges Offiziersheim im ehemaligen Karinhall-Stil für Hermann Görings Wasserflugzeug mit viel Liebe eingerichtet hat, redet beinahe mit Verachtung davon, dass sich Generäle und Admiräle in Bonn mit Dienstmädchen in einer Warteschlange anstellen müssen; für ihn "passt es nicht in die Garderobe, die ganze Halle mit einem vollen Tray zu durchqueren".

Ebenso schwungvoll fragt man sich, warum die deutschen Marschmusik so sparsam eingesetzt wird, um den "Gemeinschaftssinn" zu steigern - jene Melodie, gegen die selbst ein so schlichter Mann wie der Verhaltenswissenschaftler Konrad Lorenz nur widerstehen kann, "indem er mir sagt, dass selbst die Schlitzaugen, wenn sie sich zum gesellschaftlichen Überfall animieren wollen, Rhythmusgeräusche machen".

Dem etwas versnobten Wunsch der jungen Offizieren, wieder röhrenförmige Reitstiefel oder Schwerter zu verwenden, gibt ein Panzerhuptmann eine existentiell erhellende Interpretation: "Wir werden für ordentliche Uniform und schließlich die Bundeswehr im Kampf stark machen. Die beiden Kappenformen sind glatter, heller und lässiger als der Bundesstandard - wenn sie nicht einmal regelwidrig sind. 1843 wurde der Oberrock, der das Bein erreichte, aus der Kleiderordnung der preussischen Streitkräfte entfernt.

Heute sind die Beamten jedoch mit der in Deutschland einzigartigen Situation konfrontiert, dass sich die Bevölkerung mehr für die Röcke des Mädchens interessiert. Nur die Bundeswehr ist mit dem Etikett allein: zur Hälfte offen für die schlichten Forderungen einer hochtechnischen Streitmacht im Nuklearzeitalter, zur Hälfte festgenommen von der langen leeren Symbolkraft aus großen Zeiten.

Der Kommandant der School for Inner Leadership in Civil liebt es, wenn er den Schädel nach unten hält: "Es passt nicht zur Kleidung. "In den Theatern, besonders in Ionesco, zieht er eine Kleidung an, "damit das Publikum unsere Beteiligung sehen kann". Uniformiert.... im albernen Kino jener Zeit.

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