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Die US-Soldaten in Ost-Berlin: Schnäppchensuche am Gegner - Wissen

Sehr verärgert waren die Ostberliner über die Reisen der alliierten Westmänner. Wie die " Berliner Zeitung" mindestens am zweiten Tag des Jahres 1989 berichtet: "Wer beispielsweise samstags die Umgebung des Kaufhauses " Centrum " am Bahnhof erforscht, wird leicht mehrere englische PKW und englische Armeebusse finden. "Felle, Fotoapparate, Lampen, Bodenbeläge, Keramik, Bettwäsche, Vorhänge, Kinderbekleidung und Spielsachen, aber auch Haushaltswaren und Essen werden von den Soldatinnen und Soldatinnen "im Gepäckraum und unter dem Autositz" verstaut.

Auch ein " mehrgängiges Abendmahl " und Krimschaumwein locken die Westmächte regelmässig in die "feinen Gaststätten der Nobelhotels". Vor allem die amerikanischen Militärs würden bei ihren Reisen "den fetten Maxe" machen, zitiert die Zeitung einen Ostberliner. Begleitet wurde der Beitrag von vier Bildern von mit Käufen geladenen Militärs. Für den retrospektiven Zuschauer wirken die Aufnahmen wie eine Art Geschichtsironie, denn sie rufen nur wenige Wochen später, auf der anderen Straßenseite der Grenze, nach der Öffnung der Grenze am 11. September 1989, die Aufnahmen in Erinnerung.

Inwiefern war es möglich, dass diejenigen, die West-Berlin im Fall einer Sowjetaggression schützen sollten, in Ost-Berlin lustvoll einkauften? Plötzlich beleuchtet die Folge eine spezielle Grenzgängergruppe: die in West-Berlin stationierten USSoldaten. Sie (, wie auch die britische und französische Armee), waren von der Stadtmauer an der Vorderseite des Ostblocks betroffen.

Auf der anderen Seite durften sie ohne viel Kontrolle durch sie hindurchgehen und ihre freie Zeit in Ost-Berlin verbring. Eine der Besonderheiten des Ostblocks war der Zustand des gespaltenen Berlin, auf den sich die siegreichen Mächte des Zweiten Weltkriegs erst 1990 einigen konnten. So wäre eine amerikanische Vergangenheit in Berlin lückenhaft, wenn sie nicht auch einen Einblick in die Berliner Stadtmauer hätte.

Täglich werden Patrouillenfahrten, auch "Flaggentouren" oder Inspektionsreisen genannt, mit den Westmächten nach Ost-Berlin und den Sowjetstreitkräften nach West-Berlin durchgeführt. Privataufenthalte in Ost-Berlin waren von der US-Armee nicht immer gewünscht und nicht jedem US-Amerikaner zuteil werdend. Militärisches und ziviles Personal wurde daher aufgefordert, nach Möglichkeit nicht in Ost-Berlin zu sein.

Die US-Armee ermunterte erst in den frühen 70er Jahren ihre Angehörigen, den östlichen Teil der Hauptstadt auf privater Basis zu besichtigen, um "die Präsenz der USA im sowjetischen Sektor Berlins zu stärken" und ihnen den Zugang zu "Museen, Gaststätten, Opern- und Theaterhäusern" vor Ort zu gestatten. Im ersten Teil der Erklärung mag der Wille geäußert worden sein, vor allem bei den Viermächteverhandlungen zu demonstrieren, dass die siegreichen Mächte ihre Zuständigkeit für ganz Berlin behalten werden.

Mit dem Verzicht der Regierung Nixon auf die Goldkonvertierbarkeit des Dollar im Spätsommer 1971 ging der Wohlstand der in Deutschland stationierten US-Soldaten rasant zurück. Der schwache Dollar hat sie so stark getroffen, dass die US-Armee selbst von einer "Armutskrise" spricht . Schliesslich sorgten die diplomatischen Kontakte zwischen den USA und der DDR auch dafür, dass der Aufenthalt auf der anderen Seite der Grenze als weniger riskant angesehen wurde.

Eine komplizierte Aufgabe war die Privatfahrt von West- nach Ost-Berlin nicht durch die Kontrolle der DDR - sondern durch amerikanische Vorsichtsmaßnahmen. Unterlagen der US Army wie Landkarten oder Pläne sollten nicht mitgebracht werden. Von besonderer Bedeutung war die Forderung, sich nicht zu identifizieren und im Falle von Problemen immer nach einem russischen Ansprechpartner zu fragen.

Das Kostüm dient als Nachweis der Verbundenheit mit den Bündnispartnern, weitere Kontrolle ist untersagt. Zum ersten Mal kamen US-Soldaten im Zuge der regelmäßigen Truppenorientierungstour in die Stadt. Dort wurden ihnen auch über die Grenzen der Stadt hinaus bedeutende Institutionen vorgestellt - zum Beispiel der Hauptsitz des Zentralausschusses der SED und des Zentralrates der FDJ, das Denkmal der Sowjetunion und die SBVS.

Derartige grenzüberschreitende Stadtführungen fanden zwischen 1945 und 1990 ohne Unterbrechung statt und diente vor allem der Klärung des eigenen Auftrags an das Militär. Zum ersten Mal wird das Thema 1983 in einem Beitrag in der Zeitschrift "Stars and Stripes" erwähnt, der das Thema bereits als problematisch beschreibt: Auch das Essen in Ost-Berlin war populär.

Das MfS fand beispielsweise 1978 heraus, dass die beliebtesten Wohnorte für amerikanische Bürger die Speisegaststätte Stockinger in der Schönhauser Allee und die Offenbachstuben in der Stubbenkammerstraße im Prenzlauer Berg waren. Auch in den 1980er Jahren waren Mitglieder der Westmächte oft in den Kneipen und Gaststätten der Hotels zu sehen, in Ganymed am Schiffbauerdamm oder in den Staatsangehörigkeitsrestaurants an der Karl- Marx-Allee.

Sie erfuhren, dass die USA (entgegen den Bestimmungen der US-Armee) oft DDR-Bürger - aber auch Westberliner und West-Deutsche - in Teilen ihrer Fahrzeuge mitnahmen. Dennoch gingen sie davon aus, dass die Ostberliner Reisen Teil einer globalen Strategie der USA zur Intensivierung von "Kontaktpolitik, politisch-ideologischer Ablenkung, Schleuserkriminalität, Geheimdienstaktivitäten" seien. Die Tatsache, dass die US-Soldaten auf eigene Initiative gehandelt haben, ohne einer Zentralanweisung zu Folge zu haben, ist den Mitarbeitern des MfS nicht eingefallen.

Die Geschichten über das großzügige und aufgeschlossene Auftreten einiger amerikanischer Militärs werden von Traditionen konterkariert, die belegen, dass andere in Ost-Berlin auf der Suche nach einem bestimmten Elan waren. In zahlreichen Akten des MfS werden kleine Auseinandersetzungen zwischen Amerikanern und Sowjets oder der Volks- und Bereitschaftspolizei der DDR dokumentiert: Mit bis zu 120 km/h rasten amerikanische Militärs durch die Stadt und ignorierten immer wieder Verkehrszeichen, andere kreisten neunmal um einen Kreisel, um die Polizisten der Bevölkerung zu verspotten.

Vielmehr wurden die ausländischen Hotelgäste nach Ost-Berlin gelockt und rühmen sich des zunehmenden Internationalität. Jenseits der Stadtmauer setzte die Krise erst in den 1980er Jahren ein. Große Anschaffungen in Ost-Berlin würden "große Unzufriedenheit in der dort lebenden Weltbevölkerung hervorrufen". Vor allem in den 1980er Jahren hat sich Ost-Berlin als ein Treffpunkt erwiesen, an dem US-Besucher den Gegner kennen lernen und gleichzeitig auf die Jagd gehen konnten.

In Berlin blieben Grenzen, in denen unterschiedliche Wechselwirkungen an der Tagesordnung waren. Der Wallstein Verlagsverlag "Die Amerikanische in Berlin 1945-1994" erscheint voraussichtlich Anfang August.

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