Army Shop Berlin

Armeeladen Berlin

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Braune Zonen Einkaufen

Jena, nur 500 m von der Stadthalle entfernt: In der "Madley "1, einem Geschäft, dessen Ladenschaufenster mit Stickern von bei Hooligans und Rechtsradikalen, aber auch scheinbar unpolitisch jungen Leuten populären Kleidermarken überzogen ist, erhalten Sie auf Wunsch nicht nur die T-Shirts und Kapuzensweatshirts. Die Problematik der rechts- und rechtsextremen Geschäfte ist nicht mehr regional, sondern bundesweit.

Allerdings sind die Angaben zu Rechts- und Neonaziläden in keiner amtlichen Datenbank zu sehen. Außerdem ist es schwerer geworden, die einzelnen Geschäfte als klarer Neonazi zu beschreiben, weil die Grenzen zwischen Profitgier und Propaganda aus Überzeugungsarbeit immer mehr verwischt werden. Frühere Mitglieder von verbotenen neonazistischen Organisationen führen Geschäfte, ebenso wie angeblich apolitische Händler, in denen vor allem Bekleidung und Zubehör für den richtigen Lebensstil angeboten werden.

Es gibt vielfältige Motive, Geschäfte zu öffnen, die sich vor allem an eine rechte Szene der Jugend wenden. Manche dieser Geschäfte sind zu Anlaufstellen für junge Menschen in der City oder Umgebung geworden - gesellschaftliche Treffpunkte, an denen man sich über neue Musikveröffentlichungen oder Konzerttermine informieren kann.

Die in diesen Geschäften erzielten Gewinne fließen in den wenigsten Ausnahmefällen unmittelbar in die Tätigkeit rechtsextremer Fraktionen oder Verbände zurück. Zu beachten ist jedoch, dass im Musikgeschäft z.B. die Hersteller von Neonazi-Musik durch das Netz der Geschäfte viel verdienen, Zugriff auf einen grösseren Verkaufsmarkt und weniger Vertriebsaufwand haben.

Teilweise wird die Neueröffnung von Geschäften durch Neu-Nazis auch als Rehabilitationsprojekt angeboten, wie etwa "Hehls World" des Ende der 90er Jahre in Ludwigshafen verurteilten Neo-Nazi Christian Hehl oder von Carsten Szczepanski, dem Brandenburger Neo-Nazi, der auch in Königs Wusterhausen ein entsprechendes Geschäft führte, das nach seiner Freilassung nicht für die Öffentlichkeit geöffnet war.

Darüber hinaus gibt es seit einigen Jahren Geschäfte von so genannten nichtpolitischen Geschäftsleuten wie dem "Adler" im sachsischen Pirna, einem der Zentrum der Neonazis der Sächsischen Schweiz4.

Immer mehr Shops bieten keine "White Power"-Aufnäher oder andere Bekleidungsstücke mit offensichtlichen ideologischen Konnotationen an, orientieren sich aber dennoch an einem vom Gesetz stark beeinflussten Regelwerk der Jugend. Allen diesen Geschäften gemein ist ein breites Kundenspektrum - von Fußball-Hooligans über rechtspolitische Jugendliche und Neu-Nazis bis hin zu "normalen" jungen Leuten.

Im Folgenden finden Sie einige Regionalbeispiele für die verschiedenen Shops des äußerst richtigen Lebensstils und deren Funktion. Der älteste Neonazi-Laden überhaupt war das "Halloween" in Berlin. 6 1989 wurde bekannt, dass der Halloween-Shop eine Schallplatte für die Berlin Skinhead-Band "The Voice" auflegte. Nach der Maueröffnung wurden im Osten Berlins weitere Geschäfte für die rechtsextreme Jugend eröffnet.

Die antifaschistischen Aktionen gegen diese Geschäfte wurden zwar immer wieder angeprangert, doch das "Halloween" wurde von der Bevölkerung weitgehend ignoriert, obwohl es enge Kontakte zur in Berlin ansässigen Nazi-Band "Spreegeschwader" gab und ihr Vokalist Alexander Gast hier vorübergehend tätig war. Aber die Klientel verlor kaum den Weg nach Berlin-Charlottenburg. Das Geschäft deckte zwar die ganze Palette des rechten Lebensstils ab und verteilte Neonazi-CDs und Fanmagazine, geriet aber in Zahlungsschwierigkeiten.

In der Vorrede zum 2001er Gesamtkatalog beschweren sich die "Halloween"-Macher: "....wir sind nur ein kleiner Laden und müssen um unsere eigene Zukunft bangen. "Im gleichen Jahr übersiedelte Halloween vom kleinbürgerlichen Berlin-Charlottenburg in die kleine Stadt Teltow bei Potsdam in Brandenburg, wo ein größerer Markt erhofft wurde. Mittlerweile heißt "Halloween" "Nordic Thunder" und vertreibt immer noch neonazistische Propaganda.

Der Neonazi-Shop "Head-Check" in Sachsen-Anhalt weicht in seinem Sortiment kaum von anderen "Szene"-Shops ab - vor allem von beliebten Bekleidungsmarken, Patches und Schuhen sowie - auf Wunsch - CD's verschiedener rechtsextremer Bänder. Das Geschäft befindet sich im Herzen des Stadtzentrums, und wer es möchte, kann sich bei der Touristeninformation der Hauptstadt freundlich beraten lassen.

Günther soll nach Insider-Informationen Teil des Blood & Honour-Netzwerks gewesen sein. Er soll eine Neonazi-CD in Auftrag geben, die in einem Teil der Fachzeitschrift "Blood & Honour" Nr. 9 enthalten war. Während des Blood & Honour-Verbots wurden auch sein Geschäft und seine Ferienwohnung per Hand kontrolliert.

Das Atelier, das hauptsächlich von Neo-Nazis besucht wird, hat heute mehrere Niederlassungen. Möglicherweise hat sich Günther dadurch angeregt - zumindest am 25. 03. 2000 hat er mit einer Firma sein eigenes Geschäft "Head-Check" in Winterthur eröffnet. Der Internetauftritt des Shops umfasst zwischenzeitlich auch einen eigenen Online-Shop. In Anklam, seit zehn Jahren die Hochburg der rechtsextremen und neonazistischen Skins im Nordosten Vorpommerns, gibt es nun auch einen eigenen Neonazi-Shop.

Bei jungen Leuten heißt der Shop schlicht "Pitbull". Sie finden hier die relevanten Bekleidungsmarken sowie Rechtshänder-Rock-CDs. Mittlerweile sind zwei neue, grössere Räumlichkeiten bezogen worden. Dort, wo rund 30 % aller jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren ein solides rechtes Bild von der Welt haben, war die Öffnung der "New Dawns" eine konsequente Aufwertung.

Schliesslich gab es einige der grössten und "härtesten" Blood & Honour-Auftritte jener Jahre in der Umgebung von Anklam im Ort Klein Bünzow in den mittleren bis späten 1990er Jahren. Die Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Berlin Blood & Honour und den Neonazi-Kadern der Region bei der Organisation der Auftritte führte 1996 zur Entwicklung einer eigenen Kameradschaftsgemeinschaft, dem "Kameradschaftsbund Anklam".

Sven Faltermeyer war bis zum Verbotsdatum im Jahr 2000 Leiter der Blut- und Ehrenabteilung des Landes und hat dementsprechend gute landesweite Verbindungen. 15 Diese können heute in vielen kleinen Städten bestehen, da ihr Programm in erster Linie auf den Kulturmainstream ausgerichtet ist und zumindest mit den Bedürfnissen der rechten Jugendlichen vereinbar ist.

Abhängig davon, wie stark die Betreiber dieser Geschäfte an die geordnete Landschaft angebunden sind, wächst das Angebot in politischer Hinsicht unzweideutig. In Teltow gibt es neben dem bereits genannten "Nordic Thunder" den "Champ"-Laden in Belzig und den "US-Shop" in Groß Kreutz von Andreas May, der an seinem Messestand in Teltow im Sommersemester 2001 auch indexierte Neo-Nazi-CDs vertreib.

Das von Marcel Ingignoli gegründete Versandhaus bot von Anfang an CD's, T-Shirts mit rechten Mustern, Flaggen, Fanzines und trendige Kleidung an. Eine Verbindung zwischen dem Shop und dem Ohrwurm-Versand ist zunächst nicht erkennbar, da im Shop keine offenkundig richtigen Waren verkauft werden. Anscheinend wird hier der Versuch unternommen, aus Furcht vor antifaschistischer Kampagne und sozialer Brandmarkung zwischen den offen rechtsgerichteten Aktionen des Musikversands und des Shops zu unterscheiden.

Das Geschäft in Ehringshausen, wo die NPD seit den Kommunalwahlen im Sommersemester 2001 trotz eines 22-prozentigen Abstimmungsrückgangs auf 8-prozentige Stimmen im Gemeinderat präsent ist, hat sich nach vier Jahren schon lange zu einer zentralen Kontaktstelle für Rechte aller Art in der Region gewandelt. Seit der Übersiedlung der NPD-Propaganda-Apostille in die kleine Stadt Riesa gibt es in den Räumen des Deutscher Stimme-Verlags ein gleichnamiges Geschäft.

Der 132 -seitige vierfarbige Hochglanzkatalog, der im Shop erhältlich ist, zeigt klar, dass die NPD keine Grenze beim Geldverdienen kennt: vom Parfum "Nationalist - der bittere Geruch des großen Reiches" über den rechten Rock bis zur klaren neonazistischen Bekleidungsmarke Consdaple machen alle Abzeichen der neonazistischen Identitäten satt. Die Tendenz in der Rechtsextremen zu eigenen Shops, Mail-Outs und Shops aller Couleur ist ungebrochen, nicht zuletzt angesichts der wachsenden Wichtigkeit solcher Kristallisationsstellen - vor allem im Hinblick auf staatliche Verbotsmaßnahmen - und der hohen Ertragskraft.

Für Antifaschisten scheint es besonders bedeutsam, dass die Kampagne gegen solche Geschäfte auf gründlich recherchierte Information und Bewertung basiert und das Ladenumfeld einbezieht - beginnend bei den Nachbarn, über Volksinitiativen im Stadtteil bis hin zum Zwang zu den lokalen Entscheidungsträgern.

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