Bundeswehr Militär

Wehrmacht Militär

Am 3. März war die Bundeswehr von einem Brandanschlag auf zwei Lastwagen getroffen worden. Unzulängliches Militär: Was in der Bundeswehr schief geht. Wegen fehlender Teile und materieller Probleme kann die Bundeswehr ihren Verpflichtungen nur bedingt nachkommen. Zunehmend suchen Schülerinnen und Schüler nach dem Schulabschluss eine militärische oder zivile Berufsausbildung bei der Bundeswehr.

Die Bundeswehr ist ein Rehabilitationsfall

Der Bundeswehr geht es schlecht. Die U-Boote und viele Tanks sind verkrüppelt. Die deutschen U-Boote sind notorisch. Jetzt sind alle sechs in der Schiffswerft kaputt. Die Panne ist ein Beispiel für die Lage der Bundeswehr. Bundestagsbeauftragte Hans-Peter Bartels sieht die Truppen "nicht als Ganzes".

Nach den Worten des Kanzlers soll sich die Bundesmarine nicht mehr an weiteren Auslandseinsaetzen beteiligen. In Deutschland ist man für Weitsicht und Vorsicht bekannt. Die Politiker der Bundeswehr haben diese Grundsätze übertrieben. Zu den U-Booten liegen keine Teile vor, die zum Zeitpunkt des Kaufs aus Kostengründen nicht gekauft wurden.

Die Lage der Bundeswehr ist die schwierigste seit ihrer Gruendung im Jahr 1955, sagt Hans-Heinrich Dieter, der fruehere stellvertretende Generalinspekteur. 3.600 Bundeswehrsoldaten sind zurzeit in 13 Auslandseinsätzen im Einsatz, zum Beispiel in Afghanistan und Mali. Deshalb hat die NATO Militärs nach Polen und in die baltischen Staaten umgesiedelt. Die Bundeswehr ist ebenfalls involviert und soll 2019 das Kommando über die sogenannte Schnelle Einsatztruppe haben.

Die Bundeswehr wäre dieser Herausforderung zurzeit kaum gerecht geworden. "Die Aktie ist für den Gebrauch zu Haus kannibalisiert", sagt Christian Mölling, Forschungsleiter der Ausländerbehörde. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist Entwaffnung die oberste Sicherheitsmaxime in Deutschland. Von 2000 ist die Anzahl der Tanks auf rund 250 gesunken, "Das Auszählen der Tanks ist zwar simpel, widerspiegelt aber nicht das Problem", sagt Mölling.

Dazu muessten sie als Ganzes gelten, und das ist nach Ansicht des Bundeswehrkommissars nicht gerade das, was die Bundeswehr ist. Deutschland will nach dem Weißbuch der Bundeswehr das Rückrat der europaeischen Streitkraefte sein, ist aber bisher nicht gut genug da. Eine groteske Lage im Jahr 2015: An einer NATO-Übung mit angebrachten Besenstäben mussten sich die deutschen Kampfpanzer beteiligen.

Einig sind sich die Fachleute, dass die Bundeswehr Deutschland heute nicht allein schützen kann. Aber das war nie vorgesehen, sagt Hilmar Linnenkamp vom DSI. Die ehemaligen Generale plädieren jedoch dafür, dass Deutschland kein Freibeuter in der amerikanischen Sicherheitspolitik sein sollte. Der CDU-Politiker Norbert Röttgen, Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Bundestages, spricht deutlich für das Deutschland-Gleichgewicht.

Erklärt der Freistaat, dass er die äußere Unversehrtheit Deutschlands und seiner Verbündeten nicht garantieren kann, dann ist das inakzeptabel: "Das ist ein Affront, der das Selbstbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für die BRD schüttelt. Besser als die Bundeswehr, deren Ansehen als Unternehmer in der Bevölkerung geschädigt ist, bezahlt die Freihandelszone.

Zwischenzeitlich hat die Regierung darauf geantwortet. Seit letztem Jahr hat sie mehr in das Militär gesteckt. In diesem Jahr wird der Verteidigungsetat voraussichtlich 38,5 Mrd. EUR betragen und bis 2021 auf 42 Mrd. EUR anwachsen. Der Rüstungsanspruch ist laut Militaerexperte Linnenkamp umstritten. Gegenwärtig liegt der Anteil der Bundesbürger bei 1,2 Prozentpunkten. Deutschland hat bis 2024 Zeit, das Ziel zu erfüllen.

Da auch die deutsche U-Boot-Flotte über gefüllte Orderbücher verfügt, sollte es bis zur Seetüchtigkeit der Bundeswehr im kommenden Jahr dauern. Das U-Boot, das heute durch die Ozeane taucht, trägt nicht die deutsche Fahne.

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