Dame in Grüner Jacke

Frau in grüner Jacke

Im Bild "Lady in Green Jacket" steht eine alleinstehende Frau in grünem Kleid vor zwei Paaren in einer Uferszene. Impressionismus: August Makrele Anders als Franz Marc war Mackes liebstes Thema der Mensch. In seinen Öl- oder Aquarellen kräftige bestimmt helle Farbe das Bildmotiv. Im Foto "Lady in grüner Jacke" steht eine einzelne Dame in der Bekleidungslinie grünem vor zwei Pärchen in einer Uferstimmung. Macke hat das Gemälde während eines Aufenthaltes am Thunersee in der Schweiz entstanden.

Unter dem Einfluss von Orphik und Robert Delaunay zeigt er kein Spiel mit Helligkeit und Dunkelheit, sondern lässt, das aus der Helligkeit der Farbe heraus einen kontrastierenden Effekt zu haben scheint. Wie bei anderen Sujets von Michael R. P. Macke sind auch die Figuren nicht bemalt.

Dame in grüner Jacke' - Vom tiefen Sinn der Farbe (1913) - Malen - Lifestyle und mehr

ie viel Wahres ist in purer Buntheit? Spaetestens seit die Gemaelde das Muster der Realitaetstreue aufgeben, haben sich die Malergenerationen mit dieser Fragestellung beschaeftigt, und auch wenn es immer wieder Fortschritte in der konzeptuellen Entwicklung gegeben hat, muessen die Antworte letztendlich ohne jede Theorien auskommen.

Eines der Hauptwerke dieser Textlosigkeit ist August Mackes'Lady in Green Jacket'. Dabei ist die Materialwelt nahezu komplett auf ihre Farbigkeit beschränkt. Durch die höhere Helligkeit verwendet er meist pure Farbtöne, wenn Farboberflächen miteinander verschmelzen, dann ist die Anzahl der gemischten Töne limitiert. Der Umriss ist zwar deutlich, aber er wirkt körperlos, die Gegenstände und Menschen haben keine Oberflächenstruktur und nur sehr wenig plastische Nachbildungen.

Mackes''Lady in Green Jacket' schließlich setzt sich nur aus einer Kombination von Oberflächen in leuchtenden Farbtönen zusammen. Im Gegensatz zu einigen Arbeiten neuer und alter Kunstschaffender, die ihre Auswirkungen auf den Zuschauer erst nach dem Lesen eines vielseitigen Erläuterungsschreibens zeigen, scheint die sprachlose Wirklichkeit von Mackes'Lady in Green Jacket' sofort durch.

So schlicht und gefühlvoll sind die Klangfarben, die Wahrnehmung von Landschaften und Menschen so dezent und doch so ehrlich, dass sie den Zuschauer berühren: Wie vordergründig wir Detail-Liebhaber sind. Je mehr Wissen eine Erkenntnis beinhaltet, je mehr Einzelheiten sie hervorbringt, umso mehr muss sie vordergründiger sein.

Mackes''Dame in grüner Jacke' hingegen versinkt direkt im Herzen der Sache und erinnert an einen sonnigen Tag, an dem sich die Erde so präsentiert, wie es Gott vorgibt. Einen Gott, der nicht in Worte, sondern in Farbe ausspricht.

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