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Albs Militaria-Händler war ein Spitzel.

Nuran B. gelassen hält in den Pausen des Prozesses die Tageszeitung; im düsteren Eingangsbereich des Hochsicherheitsgebäudes des Oberlandesgerichtes Stuttgart in Stammheim spricht er mit den besten schwäbischen Zeitungen. Die Kauffrau aus Geislingen (Kreis Göppingen) steht seit fünf Jahren mit drei weiteren Beklagten vor dem Senat der Staatssicherheit. Daher stand am Dienstag vor dem Gerichtshof die entscheidende Fragestellung im Vordergrund, wie intensiv und wie lange B. mit den Untersuchungsbeauftragten zusammengearbeitet hat.

Flashback: 2013 erhielt Nuran B. den Zuschlag für die Lieferung von Stiefeln, Militärparkas und Militärshirts in die Türkei. Kein deutscher Gerichtshof hat sie bisher als solche klassifiziert. Eine weitere Schwierigkeit ist die Fragestellung, ob Nuran B. wußte, für wen seine Uniform bestimmt war. Er hat die gebrauchte Militärware aus seinem Depot in Alb-Donau-Kreis verkauft, inzwischen ist der Deutsch mit türkisch-armenischen Anfängen insolvent: Seine Zulieferer, darunter die US-Armee und die US-Armee, haben die Kooperation eingestellt, als die Anschuldigungen gegen Nuran B. bekannt wurden.

Monka hat es allerdings mitten im Monat April gegenüber dem Gerichtshof und den Rechtsanwälten gesagt: Im Memo listet das Landeskriminalamt Nuran B. als V-Person auf. Die Verfechter der drei im Libanon lebenden, beschuldigten Soldaten hatten von einem "Skandal" geredet. Wenn Nuran B. ein Informant im islamischen Umfeld war, fürchten sie Benachteiligungen für ihre Mandate.

Der Chefankläger Monka wußte schon frühzeitig von den Beziehungen von Nuran B. zum KZ. Mit Nuran B. Contact, hatte ihn in einem Vermerk zur Akte als "V-Person" beschrieben. Generalbundesanwalt Monka musste deutlich machen, dass er bereits 2014 - lange vor dem Strafgerichtshof und der Strafverteidigung - von B.'s Verbindungen zum Bundeskriminalamt erfuhr.

"Die harte Antwort der Verfechter ist, dass "Informationen nur in Teilen an uns weitergeleitet werden, was untragbar ist". Nuran B. hatte offenbar bereits vor 2013 Kontakte zu Ulmer Polizisten; sie kennen ihn aus früheren Drogenermittlungen. Im Frühling 2014 ließ B. ihre Rufnummer speichern und hat sie angerufen. Der LKA-Beamte trifft dann zwei Mal auf B. Für Nuran B.'s Abwehrspieler Stefan Holoch sollte ein Aspekt der Erklärung besonders aufschlussreich sein: "Ich bin sehr zufrieden:

Nuran B. berichtete dem Mann des Bundeskriminalamtes im Jahr 2014 auch über den Uniformhandel, für den er jetzt vor Gericht ist. Den Anwälten der anderen drei Beklagten geht es vor allem darum, ob Nuran B. für das libanesische Kartellamt tätig war, d.h. ob er ein Mann im wahrsten Sinn des Wortes war. Wiederholt hat er B. in den Unterlagen als "V-Person" bezeichne.

Eine weitere offene Frage: War Nuran B. ein V-Mann für andere Stellen als das BKA?

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