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Austellung zu Geschlecht und Militär: Männerkrieg, Frauenfrieden?

Die Militärhistorisches Landesmuseum Dresden befindet sich in der Krisensituation. Doch die große Sonderschau " Gewalttätigkeit und Gender " betrügt uns. Da auf einmal wieder alles "wie früher" ist, merkt man, dass im Wehrtechnischen Landesmuseum der Wehrmacht in Dresden mehr als zwei Jahre lang nichts Spezielles los war. Auf der linken Seite des Haupteingangs, wo früher ein farbig gestrickter Leopardenpanzer gestanden hat, wird der Betrachter nun von einer raketenförmigen Plastik "Crazy Daisy" aus Frauenschaufensterpuppen empfangen.

Es ist wieder diese einmalige Verbindung von Kampfkunst, militärischer Geschichte und Volksbildung, mit der sich das ehemalige DDR-Armeemuseum nach dem Wiederaufbau von einer Militaria-Show für Waffen-Narren abhebt. Die 2000 Quadratmeter der Sonderschau " Violence and Gender " sind geprägt von der für den Wissenschaftsdirektor Gorch Pieken typischen Ausgewogenheit.

Er kehrte als Kustos der Sonderschau über die unterschiedliche Kampfbereitschaft von Mann und Frau zurueck. Auch für diese Messe musste er wie nie vorher umkämpfen. Der Aufschub ist nicht nur auf die enormen Kosten der Ausstellungen von rund 3 Mio. EUR zurückzuführen, etwas mehr als das Jahresendbudget.

Alleine der Kunsttransport kostet 600.000 EUR, denn die Sonderschau überrascht mit einer Vielzahl von originalen Leihgaben. Gorch Pieter musste sich in der Vergangenheit nicht über fehlende Unterstützung beklagen. Colonel Matthias Rogg steht seit jeher hinter seinen Vorhaben und ihrer aufgeklärten zivilgesellschaftlichen Ausrichtung. Er wurde im MÃ??rz 2017 in die FÃ?hrungsakademie der Deutschen Bundeswehr nach Hamburg eingezogen.

Die Spekulation, dass dies mit einer Abweichung vom allzu großzügigen Verlauf des in ganz Europa bekannten Hauses einhergehen könnte, wurde damals heftig bekämpft. Aber mit Gorch Piekens Wechsel in das Bundeswehrzentrum für Wehr- und Sozialgeschichte in Potsdam scheint sich gerade dieser Argwohn zu bewahrheiten. Die Hauptfigur ist der Chef des Potsdamzentrums, Hauptmann Jörg Hillmann.

Außerdem ist er der Vorgesetzte des seit 2017 im Amt befindlichen Dresdener Museumsdirektors Armin Wagner. Damit hat Hillmann nun explizit zugesichert, dass die Konstruktion und das Gesamtkonzept des Military History Museum beibehalten werden. Auch Hillmann bekräftigte seine Intention, einen Zivildirektor des Dresdener Museum, einen Museumsfachmann, zu ernennen. Zwei Jahre lang wird Gorch Pieken nun an das neue Humboldt-Forum in Berlin verliehen, schließt aber nicht aus, wieder als Konservator in Dresden zu arbeiten.

Die Ereignisse bezeugen jedoch nicht die schönste Harmonie in der Armee. Interne Informationsquellen aus dem Leyen-Ministerium zeigen, wie groß die Bedenken gegen den dort herrschenden freien Dresdener Baustil sind. Im Krisenfall aber steht die bisher opulenteste Messe unter dem Leitmotiv Blockade.

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