Neue Bundeswehr Uniform

Bundeswehr-Uniform

DB: Es muss immer eine Uniform sein - Ökonomie In diesem Jahr wird die DB ihre Belegschaft umkleiden. Jeder, der ab dieser Handelswoche mit der DB anreist, trifft mit etwas Glück auf das Bahnpersonal in einem anderen Gewand als sonst: Seit montags werden neue Trikots getestet. Die von Modeschöpfer Guido Maria Kretschmer mitentworfene DB-Bekleidung in den Farben Dark Blue und Bordeaux Red wird von 250 Mitarbeitern viermonatig getestet.

Wenn die Angestellten ein Mitspracherecht haben. Allerdings ändert sich die Modebranche von Jahreszeit zu Jahreszeit: unterschiedliche Zuschnitte, verbesserte Werkstoffe, neue Verarbeitungsverfahren. Dazu müssen Firmen und Ämter regelmässig prüfen, was sie für ihre Mitarbeitenden gewinnen. Ab 1976 zum Beispiel trägt die Gendarmerie eine beigefarbene Stoffhose aus Polyestern, gelbe Shirts und grüne Bänder, Pullis und Jacken - je nach Land bis zu 40 Jahre lang.

Zum Zweiten: Wie sich eine Uniform aktuell fühlt, entscheidet darüber, wie sie zu getragen wird. Die Unternehmer müssen ihren Arbeitnehmern genügend Freiraum einräumen. Oder, wenn die Frau keine Hose trägt. Oder, wie in der Vergangenheit beim Heer, vom ersten bis zum dritten Mal die Shirts wetterunabhängig mit langen Ärmeln getragen werden mussten: "Der Schnee war geboten", das bedeutete.

Von den Arbeitnehmern kann erwartet werden, dass sie selbst feststellen, wann sie zu frieren oder zu warmer werden. Trotz ihrer Uniform haben sie ein Minimum an Selbstständigkeit. Drittes: Ein Tragetest, wie er jetzt von der Deutschen Bundesbahn durchgeführt wird, ist der geeignete Weg, um Angestellte und Kundinnen einzubeziehen. Wer jeden Tag Uniformen trägt, muss ein Mitspracherecht haben:

Hosen, Röcke und Mäntel sind bequem zu Tragen und funktionell? Die Uniform muss immer getragen werden. Jedenfalls mit Autoritäten wie z. B. der Bundeswehr, der Bundespolizei und der Judikative. Doch auch bei Firmen wie z. B. den Burgerbratern, der DIY-Kette und der Bahnen. Die Identifizierung mit dem eigenen Berufsstand entsteht durch das gleichzeitige Anziehen der Kleidung: Wer die Uniform anzieht, stellt sich auch in den Dienste seiner Mitmenschen.

Die Uniformierten machen ihre Besitzer unsichtbar, und ja, sie geben ihnen Macht. Sie würde nicht kompetent sein ("Sind Sie überhaupt von der Bahn?"), und auch den Fahrgästen mangelt es an der wahrnehmbaren Kontaktperson. Zugegeben, Erkennbarkeit kann zum Nachteil werden. Die Uniformierten, die in Zug-, Rettungs- und Polizeifahrzeugen tätig sind, sind seit Jahren zunehmend physischen Übergriffen und Grausamkeiten ausgeliefert.

Das einheitliche Gewand wird als Symbol der Macht empfunden, gegen die man sich auflehnen muss. Schlecht, aber es ist ein soziales Phänomen - und es ist nicht etwas, das man mit einer Uniform beseitigen kann.

Mehr zum Thema