Neue Uniform Bundeswehr

Die neue Uniform der Bundeswehr

Eine Fahrt mit der BUNDESWEHR / NEUE UNIFORMTruppe. Bundleswehr/ NEUE UNIFORM: Truppen auf der Flucht Der neue Bonner Bundesverteidigungsminister Helmut ("Schnauze") Schmidt verspricht seinen Truppen in einem Interview mit der "Bild": "Die erste Bundeswehrbrigade zieht im Hochsommer 1970 die Sommerkleidung an, und die anderen werden dann nach und nach gekleidet. "Die 285.500 Bundeswehrsoldaten dachten, sie bekämen endlich die Ausrüstung, die sie seit der Gründung der Bundeswehr für die heissen Monaten wollten: eng anliegende Hose und kurzärmeliges, tailliertes Hemd.

Bereits am Anfang seiner Amtsperiode hatte der Pfarrer für die einheitlichen Reformwünsche ein offenes Ohr: "Ich will auch nicht in diesen Asbestkleidern herumlaufen. "Seit der ersten Verkleidung im Jänner 1956 empfinden sich die Uniformierten als unschön. Auch als 1954 die erste Bundeswehruniform dem Verteidigungsausschuss übergeben wurde, argumentierte der zivile Carlo Schmid: "Das ist allzu traurig für mich.

"Trotz aller Kritiken waren die Bonner Militärführer nicht darauf vorbereitet, eine elegantere Uniform anfertigen zu lassen. Das war ein Fehler. Vergeblich kämpften die Truppen mit jedem neuen Präsidenten, der die Uniform nach dem Bundesgesetz festlegt, und mit jedem neuen Soldaten. Der Reservekapitän Schmidt sagte dem neuen Pfarrer im Auftrag seiner Genossen im vergangenen Monat, dass "der Militär auch etwas mit einem Tritt will": "Keine Sorge, wir werden es tun:" Der SPD-Politiker hat sein Versprechen mit einer kritischen Haltung gegenüber seinen christlich-demokratischen Vorgängern und ihren militärischen Verbündeten kombiniert: "Sie haben seit fünf Jahren diese Sommer-Uniform geplant - sie sind dabei....".

"Schmidt befahl sofort die verantwortlichen Stellen seines Hauses: "Schleunigst hier mit den Sommerkleidung. "Aber auch die Fachleute äußerten sofort ihre Bedenken. Die Unterteilung " Inner Leadership " sah Khaki-Braun nicht als Färbung, sondern als Sinnbild für eine ungelöste Geschichte; ein Oberst: "Die Bundeswehr im braunen Hemd war genau das, was wir brauchten.

Außerdem war kein Bargeld in der Truhe für neue Trikots. Nach seiner Versprechung an die "Bild"-Leser in Uniform trat Schmidt eine ganze Weile zurück: "Die Gruppe muss sich verausgabt haben. "Die Bundeswehrführerin verweist auf die Einsicht von Reichswehrführer Hans von Seeckt: "Es gibt drei Sachen, gegen die der Mensch vergeblich kämpft: Blödheit, Buerokratie und das Modewort....

"Der abgeschnittene Schmidt will sich und die Soldatinnen nun damit beruhigen, dass die Truppen nach zwei Jahren Vorbereitungszeit zumindest 1970 einen neuen einheitlichen Stoff bekommen. Zudem dürfen die Soldatinnen im Sommer auf ihre Röcke verzichtet werden und präsentieren sich ab sofort in einem neuen, stählernblauen Shirt mit kurzem Arm anstelle eines Grauhemdes. In der vergangenen Handelswoche wurde Helmut Schmidt von der Firma ermutigt.

Der Panzerspäher aus Münsterlager in der Heide schrieb: "Wenn die Zivilkammerstiere sich mehr bemühen würden, die Uniform zu verfehlen, und wenn die Soldatinnen nicht so einen dicken Bauch und schiefe Rückseiten hätten, würde unser heutiges Outfit nicht so schlecht aussehen".

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