Orden zweiter Weltkrieg Kaufen

Zweiter Weltkrieg Kaufen

Die MAS war eine Spezialeinheit der italienischen Marine während des Zweiten Weltkriegs. Die wahren Werte: Sammler hetzen auf Großvaters Militärorden Dort, wo ein Kriege wütet, sind angebliche Heroen nicht weit weg. Wie jedes der Kinder weiss, erhalten sie eine Medaille. Die alten Aufträge sind heute weit mehr als eine historische Verleihung - sie sind ein wertvolles Objekt, für das Kollektoren bereits einen fünfstelligen Euro-Betrag auf den Teller gelegt haben. Doch wer Großvaters Medaillen aus dem Kriege auf dem Speicher findet oder gar eine ganze Sammlung von Medaillen vererbt, ist nicht sofort satt.

Thompson Schmidtkonz, Inhaber der Internet-Plattform Collector. Er weiss, was Kollektoren wollen - und er weiss von früheren Bestellungen. "Jeder, der eine religiöse Kollektion vererbt hat, ist als Laien oft ganz und gar verunsichert, ob die Kollektion etwas Wertvolles ist oder nicht", so er. "Häufig steht man dann vor der Frage, ob es sich lohnt, weitere Informationen über die Bestände zu erhalten.

"Schmidtkonz hat einen für Kollektoren zugänglichen Online-Befragungsbogen einprogrammiert. Mit wenigen Mausklicks - und Sie wissen, ob es sich rechnet, die Auftragssammlung bewerten zu lassen. 2. Je weniger eine Medaille damals vergeben wurde, umso mehr ist sie im Grunde genommen sinnvoll. Es wurde 7318 Mal vergeben, aber viele Kopien sind während der Wirren des Krieges oder in der Zeit nach dem Krieg untergegangen.

Raritäten sind für Sammler teuer: Rund 4000 EUR werden für ein ganz gewöhnliches, gut konserviertes Kreuz bezahlt. 890 Mal wurde das Kreuz des Ritters mit eisernen Eichenblättern ausgezeichnet - dieser Auftrag ist für Sammler heute 3000 EUR dotiert. Als nächstes kamen Eichenblätter und Schwert hinzu - 160 Mal wurde diese Verbindung vergeben, heute hat diese Ergänzung einen Sammelwert von 5000 EUR.

Eichenblätter und silberne Schwert, dazu Diamanten im Brillantschliff - das wurde dem Kreuz des Ritters exakt 27 Mal hinzugefügt - und heute liegt der Sammlerpreis bei satten 50.000 EUR. Das Ganze wurde nur einmal in goldener Farbe vergeben - an den Fliegeroffizier Hans-Ulrich Rudel, der als hoch dekoriertes Mitglied der Wehrmacht auch nach dem Kriege ein unverwüstlicher Nationalsozialist war.

Der Orden gehoert heute seinen Nachkommen - "der Sammlerpreis dürfte im hoeheren einstelligen Millionen-Euro-Bereich liegen", sagt der Fachmann Schmidtkonz, weshalb hingebungsvolle Jäger wegen der inflationaeren Vermietungspraxis verspottend auf die sogenannte KVK verweisen - das steht fuer "Kannste-vergessen-Kreuze". Auch, weil sie oft verrostet sind und dann so gut wie nichts sind.

Die Order 1. Ordnung hat - in einem guten, nichtrostenden Erhaltungszustand - heute einen Sammelwert von ca. 150 EUR, für die Order 2. Ordnung bezahlen die Sammler ca. 60 EUR. Experten schätzen den Wert des Sammlers auf nur fünf bis zehn Euros. Aber auch das Eisenkreuz wurde lange vor Hitlers Zeit zuerkannt.

Erstmals 1813 durch den Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. - und für eine Kopie aus dieser Zeit stellten Enthusiasten bis zu 10.000 EUR auf den Teller. Unter der Voraussetzung, dass es eine erstklassige Ehrung ist. Aber die Medaille der zweiten Kategorie ist immer noch gut für 1000 EUR.

Der von Friedrich dem Großen, der von 1712 bis 1786 herrschte, gestiftete Preußenorden "Pour le Mérite", in englischer Sprache: "For the merit", war damals eine sehr gefragte Ehrung. Für das achtzackige maltesische Kreuz mit blauer Emaille und Goldbesatz sind die Liebhaber heute zu 7.000 EUR und mehr verpflichtet. Aufträge werden hauptsächlich auf so genannten Militärmessen ausgetauscht, präsentiert und wiederverkauft.

In diesem Jahr trifft sich der Sammlerkreis noch öfter, und zwar acht Mal, auf der Militärbörse Flonheim in Flonheim bei Mainz. Vor dem Erwerb einer Medaille sollte man sich jedoch immer genügend Basiswissen aneignen, um beim Einkauf nicht in Anspruch genommen zu werden. Wenn Sie sich über alte Ordnungen und deren Werte erkundigen wollen, können Sie dies z.B. mit Hilfe von Prospekten tun.

Einer davon - mit dem Namen "Order of Europe" - wurde von Jörg Neimmergut, einem vereidigten Sachverständigen für Orden und Auszeichnungen, geschaffen. Aber auch für religiöse Sammler ist das Netz zu einem Treffpunkt geworden. Besonders dort sollte man aufpassen, wenn man selbst Medaillen einsammeln will und nicht aus einer bestehenden Kollektion etwas machen will.

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