Schweizer Armee Kleider

Armee-Kleider

Béréts aus Österreich, Dessous aus Indien - wie viel ist die Schweiz in der Kleidung? - Schwyzerland Seit der grossen Heeresreform 1995 haben sich die Trikots der Schweizer Armee kaum geändert, jedenfalls nicht nach aussen. Vieles ist anders: Nach und nach haben die Trikots ihre Heimatsicherheit einbüßt. Die Beschaffung in der Schweiz ist weitestgehend liberiert, und für das Unternehmen gibt es keine Einwände. Der Gesetzgeber verlangt die Gleichstellung aller Leistungserbringer.

Das verdeutlicht die Armeeuniform: Die Berets kommen aus Österreich, die Stiefel aus Rumänien, die Wäsche zum Teil aus Indien. Im vergangenen Jahr kritisierte die Public Eye beispielsweise die Armee für den Kauf von Wäsche bei einem indianischen Lieferanten, dessen Lohn selbst für lokale Standards niedrig ist. Ist es wichtig, wo die Armee ihre Kleider näht?

Die Branchenvereinigung Swiss Textiles beobachtet diese Entwicklung aus zwei Blickwinkeln. Für die Textilbranche ist das Öffentliche Auftragswesen von großer Wichtigkeit, sagt Verbandsgeschäftsführer Peter Glückiger. Aber man sollte sich nichts vormachen: "Es geht nicht mehr darum, ob der Gnägi-Körper in der Schweiz vernäht ist. Stattdessen hat das, was er " eine Änderung der Wertsteigerung " nennt, eingesetzt.

Die Schweizer Textilfirmen sind auf Marktnischen wie hochfunktionelle Stoffe spezialisiert, im Militärbereich beispielsweise auf die Fertigung von Warnwesten. Natürlich kann der weltweite Konkurrenzkampf kaum gestoppt werden. Im Vergaberecht besteht für Swiss Textiles jedoch Nachholbedarf. Der Verein ist mit der gerade vorgelegten Überarbeitung nicht einverstanden. "Flückiger: Der Schweizerische Nationalrat hat bedeutende Gelegenheiten ausgelassen.

Die Lobbyarbeit erfolgt zusammen mit der "Clean Clothes Campaign", einem Ausläufer von Public Eye. Für Christa Luginbühl von der "Clean Clothes Campaign" braucht es "eine solide Rechtsgrundlage". Doch in der Realität werden die relevanten Dokumente kaum geprüft, bemängelt der Schweizerische Fair-Trade-Verband. Bei der Auftragsabwicklung verlangt Peter Flückiger von Swiss Textiles, dass auch Subunternehmer in Osteuropa oder Asien geprüft werden.

Ein aktuelles Beispiel der Armee verdeutlicht, wie groß der Anwendungsbereich trotz Selbsterklärung ist. Die " Schweizer Fernsehensrundschau " hat im vergangenen Monat die Produktionsbedingungen der militärischen Stiefel in Rumänien bekannt gegeben. Andererseits gibt es wenig, was das Untenehmen tun kann: Löhne verstoßen nicht gegen rumänisches Recht. Sie können auch den Kommentarband von Antonio Fumagalli zum Titel lesen: "Die Schweizer Armee vertreibt reichlich Kampfstiefel" Die Ausstattung eines Schweizer Rekruten:

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