Uniform Wehrmacht

Einheitliche Wehrmacht

Schuluniformen: Hitler's Panzer-Soldaten haben Schädel getragen - wie die SS. Die Panzerjäger der Wehrmacht waren auf den ersten Blick kaum von den SS-Todeskommandos der KZ-Teams zu trennen. Noch weniger trifft dies auf einen Schädel auf schwarzer Uniform zu - denn er war das Sinnbild der SS, der temporären Eliteeinheit der NSDAP, des "Schwarzen Ordens" von Heinrich Himmler. Wer aber nach Porträts deutschstämmiger Panzertruppen Ausschau hält, wird erstaunt sein: Sie trägt oft Schädel auf den Halsspiegeln ihrer dunklen Uniform, die kaum von denen der SS zu erkennen sind.

Schädel auf beiden Halsspiegeln zeigen einen Mann der Panzertruppen der Wehrmacht, der Schädel nur auf einem Halsspiegel und ein Abzeichen von Rang auf dem anderen ein Angehöriger der SS-Schädelverbände, zu denen die meisten KZ-Teams gehörten. Die normalen Angehörigen der General-SS und der Waffen-SS hatten dagegen die für die SS charakteristischen Runen auf ihrem rechten Halsbandspiegel und ihre Abzeichen auf der linken Seite.

Aber wie sind die Tanker zu diesem Sinnbild aller Dinge gekommen, das sicherlich einige von ihnen das Leben gekostet hat? Wie oft dieses Los den Panzerjägern mit den Schädeln auf beiden Halsspiegeln passierte, die mit SS-Männern verwechselt wurden, weiss niemand. Nicht die Panzertruppen waren auf die SS ausgerichtet, sondern beide etwa zur gleichen Zeit.

Zu Beginn der 1930er Jahre erzwang die SS, damals noch der viel grösseren SA untergeordnet, ihre unabhängige Uniform. Im Idealfall bestanden sie aus schwarzem Reitstiefel (im Unterschied zu den geschnürten Stiefeln der SA), schwarzer Jodhpur (SA: braun ), einer dunklen Uniform-Bluse wie bei der SA, aber zusätzlich einer dunklen statt einer dunklen Binde und einer dunklen Mütze mit Totenschädel statt dem Silberknopf an der gleichen Position der SA-Mütze.

Die Menschen um SS-Häuptling Himmler waren auf den stilgerechten Totenschädel als Sinnbild gestoßen, weil er in der preußisch-deutschen Armee als Sinnbild der Schädel-Husaren diente. Mit Vergnügen hatten sich Imperator Wilhelm II. und seine beiden Kinder mit dem schwarzem Pelzhut des zweiten Husarenregiments mit dem Totenkopf inszeniert. Ja, in dieser Uniform wurde ja auch nur seine einzelne Tocher Viktoria Luise fotografiert.

Tatsächlich war das eine Kühnheit, aber im uniformliebenden Deutschland der scheidenden weimarischen Volksrepublik blieben die Proteste dagegen zäh. Ende 1934 war das Schädelsymbol jedoch noch nicht so eng mit der bereits unabhängigen SS verknüpft, die etwa 250.000 Mitglieder hatte, dass es jemanden im Reichswehr-Ministerium belästigt hätte. In dieser Zeit wurde die zunächst heimlich gegründete Puppe als neue Unterabteilung der Reichsheere errichtet.

Die Uniform basierte auf dem damaligen Zuschnitt der Skibekleidung, war aber völlig durchsichtig. An den Halsspiegeln wurde auf der linken und rechten Seite ein Totenkopf aus Flachaluminium mit exakten Reduzierungen in der Gestalt der Kappenverzierung des Schädels und der Kreuzknochen angebracht. Hitler machte im Frühling 1935 den offenkundigen Verstoß gegen den Vertrag von Versailles amtlich, einschließlich der Errichtung einer eigenen Truppe und der Luftstreitkräfte.

Etwa zur selben Zeit kombinierte der besonders grausame und gewissenlose SS-Führer Theodor Eicke die Wachen aller von der SS geführten KZs zu den Schädelbinden, jetzt mit dem namengebenden Zeichen auf dem rechten Kragen. SS-Männer, die aus den Schädelverbänden kamen oder ab 1940 in die SS-Todeskopfabteilung einberufen wurden, hatten den Totenschädel an ihrem rechten Hals.

Der Schädel am Halsband bedeutet SS, zwei davon Panzertruppen der Wehrmacht.

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